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Die Ankerkralle mit dem Klick

vor 16 Stunden
1 Min. Lesezeit

Not macht erfinderisch: Als ich vor acht Jahren in der Türkei auf die Dilly-Dally zog, lernte ich Jim Furness kennen. Der Brite lag mit seiner Acheron am gleichen Steg. Im ersten Winter gehörte er zu der Clique an Seglern, die allabendlich beisammen hockte. Auch er hat eine interessante Lebensgeschichte, weshalb ich ihn in meinem Buch „Träum weiter!“ portraitierte.













Vor kurzem meldete sich Jim bei mir und erzählte, wie er am 19. August 2024 vor Anker in einen schweren Sturm geraten war und beinahe sein Boot verloren hätte. Es war die Unwetterfront, die in der Nacht zuvor die Superyacht Bayesian vor Sizilien versenkt hat. Jim kämpfte eine halbe Stunde mit rutschendem Anker und bollerndem Motor gegen den Sturm an, der in Böen 67 Knoten erreichte. Um mehr Kette zu lassen oder den Anker zu lichten, hätte der Solosegler aber den Steuerstand verlassen müssen, um zunächst die Ankerkralle zu lösen.


Das war unter den gegebenen Umständen aber unmöglich. Noch während Jim im prasselnden Hagelschauer nur in Unterhose am Steuer stand, kam ihm eine Idee zu einer Ankerkralle, die sich auch aus dem Cockpit lösen lässt. Über diese Erfindung, aus der Not heraus geboren, habe ich im Float Magazin berichtet.


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beim segeln 2.HEIC

Über mich

Jens Brambusch, Jahrgang 1972, ist studierter Islamwissenschaftler und arbeitete viele Jahre als Reporter  bei der Financial Times Deutschland (FTD) und dem Wirtschaftsmagazin Capital . Ausstieg 2018. Seitdem Buchautor und freier Journalist. Schreibt noch gelegentlich für Magazine wie Stern, Spiegel oder Capital, regelmäßig für das Wassersportmagazin Float. 

 

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