Die Ankerkralle mit dem Klick
Not macht erfinderisch: Als ich vor acht Jahren in der Türkei auf die Dilly-Dally zog, lernte ich Jim Furness kennen. Der Brite lag mit seiner Acheron am gleichen Steg. Im ersten Winter gehörte er zu der Clique an Seglern, die allabendlich beisammen hockte. Auch er hat eine interessante Lebensgeschichte, weshalb ich ihn in meinem Buch „Träum weiter!“ portraitierte.


Vor kurzem meldete sich Jim bei mir und erzählte, wie er am 19. August 2024 vor Anker in einen schweren Sturm geraten war und beinahe sein Boot verloren hätte. Es war die Unwetterfront, die in der Nacht zuvor die Superyacht Bayesian vor Sizilien versenkt hat. Jim kämpfte eine halbe Stunde mit rutschendem Anker und bollerndem Motor gegen den Sturm an, der in Böen 67 Knoten erreichte. Um mehr Kette zu lassen oder den Anker zu lichten, hätte der Solosegler aber den Steuerstand verlassen müssen, um zunächst die Ankerkralle zu lösen.
Das war unter den gegebenen Umständen aber unmöglich. Noch während Jim im prasselnden Hagelschauer nur in Unterhose am Steuer stand, kam ihm eine Idee zu einer Ankerkralle, die sich auch aus dem Cockpit lösen lässt. Über diese Erfindung, aus der Not heraus geboren, habe ich im Float Magazin berichtet.




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