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Kleine Hilfsaktion für Kuba


Wer unsere Videos verfolgt, der weiß, dass wir bereits seit einigen Wochen wieder auf Kuba sind. Und das bereits zum dritten Mal. Keine Frage, Kuba ist unsere Lieblingsdestination in der Karibik. Auch bei unseren beiden ersten Besuchen steckte das Land bereits in einer tiefen Wirtschafts- und Energiekrise, doch dieses Jahr ist alles noch einmal schlimmer.


Seit die USA im Januar Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro entführt haben, wurden die Öllieferungen eingestellt. Nicht nur, dass Venezuela in den vergangenen Jahrzehnten Kubas wichtigster Lieferant war, auch drohte US-Präsident Trump jedem anderen Land mit horrenden Zöllen, sollte es das dringend benötigte Öl nach Kuba liefern. In den vergangenen drei Monaten hat somit nur ein Tanker aus Russland die Insel erreicht. Durch die Ölblockade wurde die ohnehin schon dramatische Lage für die Bevölkerung noch einmal verschärft. Die Uno spricht von einer humanitären Katastrophe.




In Cienfuegos haben wir Yordana wiedergetroffen, die wir bereits bei unserem ersten Besuch kennengelernt hatten und seitdem mit ihr regelmäßig in Kontakt stehen. Sie lud uns zu sich zu einem Abendessen ein und berichtete davon, wie schwierig es derzeit ist, besonders für Alte und Kranke, sich zu verpflegen, denn das staatliche Versorgungssystem Libreta ist zusammengebrochen und die Preise auf dem freien Mark sind für die allermeisten Kubaner unbezahlbar.


Ein Beispiel: Ein Rentner bekommt in Kuba etwa 1200 Peso im Monat - das entspricht in etwa 2 Euro. Dafür bekommt er nicht einmal drei Kilo Reis. Yordana selbst ist so etwas wie die gute Seele des Viertels und kümmert sich - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - um die Bedürftigen. Das war für uns Anlass, Yordana etwas zu unterstützen, indem wir jeweils einen Zentner Reis und Bohnen für die Not leidenden Nachbarn kauften. Im Video der vergangenen Woche hatten wir davon berichtet.




Anscheinend hat das Schicksal der Kubaner einige Zuschauer bewegt. Wir bekamen mehrere Nachrichten von Menschen, die gerne etwas spenden wollten. Und das haben sie mittlerweile auch getan. Es sind bereits ein paar hundert Euro eingegangen. Insofern werden wir die Aktion noch einmal wiederholen, für mehr Menschen als beim ersten Mal und mit mehr Lebensmitteln. Wieder wollen wir Reis, Bohnen und Brühwürfel kaufen, dazu noch Speiseöl und Zucker, beides ist derzeit auf Kuba Mangelware, und frische Produkte vom Markt.


Wichtig ist, dass wir KEINE Hilfsorganisation sind. Wir sind allerdings gerne bereit, den Menschen hier zu helfen und können garantieren, dass jeder Cent bei Hilfsbedürftigen ankommt. Yordana hat mittlerweile mit ihrem Arzt gesprochen, der ihr eine Liste mit weiteren Namen von besonders Hilfsbedürftigen gegeben hat. 60 Pakete wollen wir zusammenstellen und haben bereits mit den Einkäufen begonnen. Denn auch das ist hier nicht einfach.





8 Kommentare


Marco&Ursi
26. Apr.

Hallo ihr beiden

Seid ihr noch in Kuba? Wir würden uns gerne beteiligen.

liebe Grüsse aus Monserrat

Marco&Ursi

Catamaran 🇨🇭FRIDAY

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Anette Mercolli
24. Apr.

Ich möchte auch etwas spenden. Wohin kann ich das überweisen? Danke Anette

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Gast
25. Apr.
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Hallo Anette, vielen Dank. Wir haben die Bankdaten oben am Ende des Artikels angegeben. Lieben Gruß aus Cienfuegos, Jens

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Manfred H. Hofmeister
24. Apr.

Soeben habe ich mit Freude gesehen, wie sehr Ihr den armen Menschen auf Kuba geholfen habt. Ich habe mich mit einer kleinen Summe beteiligt, damit Ihr weiter Gutes tun könnt. Ansonsten verfolge ich jedes Eurer You-Tube Videos mit großer Freude. Seid alle recht herzlich gegrüßt aus einem kleinen Städtchen zwischen Köln und Bonn gelegen. PS. Das was Ihr mit Euerm Schiff unternehmt, wäre mein Lebenswunsch gewesen. Daher meine Begeisterung. Hat sich leider zerschlagen. Heute, mit 86 Jahren ist es zu spät dafür. Euch viele Grüße und ein Dankeschön für Eure Initiative.

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Gast
25. Apr.
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Hallo Manfred, vielen Dank für Deine Spende. Und es freut uns, dass Dir unsere Videos gefallen. In der Tat haben wir den Entschluss, in einigermaßen frühen Jahren auf dem Boot zu wohnen, nicht bereut. Lieben Gruß aus Cienfuegos, Jens

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Albert Welledits
24. Apr.

Ich war etwa 42x seit 2012 in Kuba und habe 5 kleine Brauereien errichtet (2x Havanna, Varadero, Santiago und Trinidad), die sechste war für Cienfuegos geplant, da kam aber COVID dazwischen. Außerdem war ich 2017 zur Parkinson-Therapie in Havanna. Ich finde das großartig was Ihr da macht und möchte mich mit 500,- beteiligen.

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Albert Welledits
02. Mai
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Ich nehme an, daß wegen des Energiemangel alle Anlagen außer Betrieb sind, jedenfalls haben wir schon länger keine Bestellungen für Rohstoffe bekommen. Die ersten beiden Anlagen in Havanna, auf der Plaza Vieja und am Hafen wurden vor einigen Jahren vom Militär übernommen und wurden umgehend stillgelegt. Varadero war bis zur Pandemie in Betrieb, ebenso Santiago und Trinidad, seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr zu Den Betreibern, die Firma Palmares. Wenn Ihr weitere Unterstützung benötigt, bitte per Email melden.


Ich verdanke Kuba, daß ich wieder ohne Rollstuhl sein kann und mein Parkinson mich körperlich nicht mehr so schwer beeinträchtigt.


Kubaner sind die liebenswerteste Menschen..


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beim segeln 2.HEIC

Über mich

Jens Brambusch, Jahrgang 1972, ist studierter Islamwissenschaftler und arbeitete viele Jahre als Reporter  bei der Financial Times Deutschland (FTD) und dem Wirtschaftsmagazin Capital . Ausstieg 2018. Seitdem Buchautor und freier Journalist. Schreibt noch gelegentlich für Magazine wie Stern, Spiegel oder Capital, regelmäßig für das Wassersportmagazin Float. 

 

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